Der Workshop für junge Versatility-Ranch-Horse-Reiter war „super“

Auf der Jahreshauptversammlung 2016 des Ranchhorse-Vereins Gammertingen e.V. hatte man eine Arbeitsgruppe gebildet, um Ideen zu sammeln, wie jugendliche Westernreiter für die Versatility Ranch Horse-Wettbewerbe zu begeistern wären. Jugendförderung gehört zu den wichtigsten Aufgaben eines Vereins – da geht es dem Ranchhorse-Verein nicht anders als anderen (Reit)Vereinen. Die Versatility-Ranch-Horse-Disziplin ist – im Vergleich mit anderen Westerndisziplinen – noch recht „jung“. Damit diese attraktive Vielseitigkeitsprüfung auch in Zukunft ein gutes Fundament hat, wurde ein Workshop speziell nur für junge Reiter organisiert.
Am ersten Oktober-Wochenende war es dann soweit: Auf der Riedhof-Ranch in Kehl-Marlen trafen sich zehn (10!) unerschrockene Cowgirls im Alter von acht bis 17 Jahren, um zusammen mit ihren Pferden einen Einblick in die Teilprüfungen der Versatility zu bekommen. Ihnen zur Seite standen erfahrene Ranchhorse-Reiter sowie weitere Vereinsmitglieder, die sich um die Betreuung der Rinder und (ebenfalls sehr wichtig!) um das Catering kümmerten. Selbstredend, dass dieser Wochenendeinsatz im Sinne der Jugendförderung ehrenamtlich, d.h. unentgeltlich stattfand. Die Riedhof-Ranch mit ihren zwei Reithallen, Reitplätzen und einem separaten Trailplatz bietet optimale Bedingungen, so dass parallel in zwei Gruppen trainiert werden konnte.
Am ersten Trainingstag standen Ranch Trail und Ranch Riding auf dem Stundenplan. Ausgerechnet, als sich alle auf dem Naturtrailplatz befanden, setzte der Regen ein, aber die Mädels haben echte Ranchworker-Qualitäten gezeigt und sich nicht irritieren lassen. Nachdem die Pferde versorgt waren und die nasse Kleidung durch trockene ersetzt werden konnte, gab es erstmal einen heißen Kakao zum Aufwärmen. Dann ging es mit einer Einführung in das Ranch Cutting weiter, wobei vor dem tatsächlichen Einsatz der Rinder immer erst die grundlegenden Abläufe mit verschiedenen „Trockenübungen“ einstudiert wurden. Mit einer Theoriestunde über die Besonderheiten von Rindern und Pferden ging der Samstagabend zu Ende.
Am nächsten Tag kam das Rope zum Einsatz – zunächst vom Boden aus und nachdem die Pferde daran gewöhnt waren, wurde auch aus dem Sattel ein Dummy „eingefangen“. In der Teildisziplin „Working Ranchhorse“ zeigten alle Reiterinnen nicht nur vollen Einsatz, sondern es kam auch so manches Talent zum Vorschein. Für den letzten Nachmittag hatten sich die Ranchhorse’ler für ihre jungen Reiterinnen etwas Besonderes ausgedacht: Team Penning, allerdings unter erschwerten Bedingungen. Die Rinder sollten einem Pattern folgen, bevor sie ins Paddock getrieben wurden. Jedes Team musste sich also gut miteinander absprechen und das vorher Gelernte in die Praxis umsetzen, um diese Aufgabe zu erfüllen. Hier kann man nur „Bestnoten“ für alle aussprechen.
Nach zwei langen Trainingstagen, die prall gefüllt waren mit neuen Erfahrungen und Informationen, wurden die angehenden Ranchhorse-Reiterinnen von ihren Eltern am Sonntagabend abgeholt. Wenn auch etwas müde, aber mit strahlenden Gesichtern, meinten alle nur: „… das war super“ und „… wir möchten nächstes Jahr wiederkommen!“

Bericht von Carola Steen

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