Neue Regeln in 2015 für die Versatility Ranch Horse Competition!

Neue Regeln im kommenden Jahr für die Versatility Ranch Horse Competition!

von Carola Steen

Im November fanden in USA die letzten Meetings betreffs „AQHA Handbook 2015“ statt, das dann üblicherweise im Dezember gedruckt wird. DQHA-Sportobfrau Michaela Kayser war in der ersten Woche der AQHA World Show in Oklahoma als Ringsteward vor Ort, darüber hinaus konnte sie einige Gespräche führen, um sich direkt über alle Neuerungen zu informieren. Sie nahm sich auch die Zeit, mir direkt ein paar der Änderungen mitzuteilen – Danke dafür! Wie bereits angekündigt, wurde die Versatility Ranch Horse Competition überarbeitet – hier die wichtigsten Änderungen in Kurzform:

  • Die Versatility Ranch Horse Competition bleibt ein eigenständiger Wettbewerb
  • Die VRH wird in Kategorien unterteilt:
  1. Kategorie => Ranch Trail / Ranch Riding
  2. Kategorie => Ranch Reining
  3. Kategorie => Ranch Cow Work (Fencework) bzw. Limited Amateur Ranch Cow Work (= Boxing Class) / Ranch Cutting
  4. Kategorie => Ranch Conformation
  • Jede einzelne Klasse ist offen für jeden, um allerdings den Titel „Versatility Champion“ zu erlangen, muss ein Reiter/in jeweils mindestens 1/eine Klasse aus 3/drei Kategorien wählen. Pflichtklassen sind jeweils eine Rinderklasse und die Ranch Conformation!
  • In jeder VRH-Show müssen alle Kategorien angeboten werden, aber nicht unbedingt alle Klassen (also z.B. entweder Cutting oder Cowhorse!).
  • In einer All-Age-Klasse können bis zu 4/vier Pferde geritten werden. Es kann beliebig aufgeteilt sein in „Junior“ und „Senior“ oder aber auch 4 Junior- oder 4 Senior-Pferde.
  • Im Trab ist nach wie vor Leichttraben oder Stehen im Sattel und Festhalten erlaubt.
  • Ranch Reining: Hier werden die Dry Work Pattern aus der ehemaligen Working Ranch Klasse genommen. Der Score wird wie in regulären Reining-Klassen von 0–100 sein – nicht wie in Cowhorse 60–80 Punkte.
  • Ranch Trail: Das Umwerfen eines erhöhten Hindernisses wird hier mit 5/fünf Strafpunkten geahndet – im Vergleich zum regulären Trail (da sind es nur 3/drei Strafpunkte). Die Beschreibung des Trail-Parcours soll zukünftig nur noch an dem Tag ausgehängt werden, an dem die Prüfung stattfinden wird – nicht früher! Ein Trail sollte max. 4/vier Min. nicht überschreiten.
  • Ropen in der Fence Work: Für Europa gilt nach wie vor die (Ausnahme-)Regel, dass sowohl in der Amateur- als auch in der Open Klasse die Kuh wahlweise gezirkelt oder mit dem Breakaway-Rope gearbeitet werden kann.
  • Ranch Cutting: Die Rinder werden nicht mehr nummeriert. Der Reiter kann frei wählen, welche Rinder er arbeitet.
  • Double Judged Show: Es wird pro Show ein Versatility Champion geehrt – es kann auch zusätzlich einen Gesamtsieger aus beiden Shows geben.
  • Wer gibt eine Clinic oder eine Informationseinheit vor dem Turnier? Ein Professional Horseman oder der Richter, der auch das Turnier richtet. Die AQHA muss aber vorher darüber in Kenntnis gesetzt werden.

Außerdem plant die AQHA, dass im Rahmen einer Standard-Show ein Naturtrail (vergleichbar mit dem Ranch Horse Trail) angeboten werden kann. Hintergrund: Der Erfolg und die großen Starterfelder bei der Ranch Horse Pleasure, so dass hier ähnliche Angebote ausgeweitet werden sollen.

Die aufgeführten Änderungen sind Vorabinformationen – verbindlich im Sinne eines Regelwerks ist das „Handbook 2015“ der AQHA!

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